Seniorin zu Boden gerissen – Ehemann kämpft mit Gehstock: Minderjähriger nach fünf brutalen Überfällen festgenommen

Schockierende Szenen aus Majadahonda bei Madrid: Ein älteres Ehepaar wird im eigenen Hauseingang überfallen. Eine 83-Jährige wird zu Boden gebracht, während ihr Ehemann verzweifelt versucht, sie mit seinem Gehstock zu verteidigen.

7/27/20262 min read

Dramatische Szene eines Straßenraubs an einer älteren Dame mit deutschem Nachrichtentext über Krimin
Dramatische Szene eines Straßenraubs an einer älteren Dame mit deutschem Nachrichtentext über Krimin
17-Jähriger soll in Majadahonda gezielt ältere Menschen verfolgt und überfallen haben – bei einem Angriff versuchte ein Senior, seine Frau mit dem Gehstock zu verteidigen

Majadahonda/Madrid. Eine Serie gewaltsamer Überfälle auf ältere Menschen hat in der spanischen Stadt Majadahonda für Aufsehen gesorgt. Die Guardia Civil hat einen Minderjährigen festgenommen, dem insgesamt fünf mutmaßliche Raubdelikte mit Gewalt und Einschüchterung vorgeworfen werden. Seine Opfer soll er gezielt ausgewählt und bis in Hauseingänge oder Tiefgaragen verfolgt haben.

Besonders erschütternd sind Aufnahmen eines Überfalls auf ein älteres Ehepaar. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der Jugendliche am 3. Mai eine 83 Jahre alte Frau im Eingangsbereich ihres Wohnhauses angegriffen und zu Boden gebracht haben. Ihr Ehemann versuchte daraufhin, mit seinem Gehstock einzugreifen und seine Frau zu schützen. Der Angreifer konnte ihm den Stock jedoch entreißen. Ziel des Überfalls war demnach unter anderem eine goldene Halskette der Frau.

Fünf Überfälle innerhalb weniger Wochen

Der Fall blieb offenbar kein Einzelfall. Nach Angaben der Ermittler werden dem Festgenommenen insgesamt fünf Überfälle zugerechnet. Nach dem ersten Fall am 3. Mai soll es am 13. und 22. Mai sowie am 23. Juni und 3. Juli zu weiteren Taten gekommen sein.

Das Muster soll dabei ähnlich gewesen sein: Der mutmaßliche Täter suchte sich überwiegend ältere Menschen aus, folgte ihnen und griff an Orten an, an denen sie vergleichsweise schutzlos waren. Neben dem gewaltsamen Abreißen von Schmuck soll teilweise auch ein Würgegriff eingesetzt worden sein, um Opfer zu überwältigen. Gestohlen wurden laut Guardia Civil unter anderem Schmuck, Mobiltelefone und andere Wertgegenstände.

Videoaufnahmen eines der Überfälle spielten Medienberichten zufolge bei den Ermittlungen eine wichtige Rolle. Schließlich gelang es der Guardia Civil, den mutmaßlichen Täter zu identifizieren und festzunehmen.

Debatte über Herkunft des Tatverdächtigen

In sozialen Netzwerken wird der Fall derzeit stark mit der Herkunft des Jugendlichen verknüpft. Hier ist allerdings eine wichtige Unterscheidung notwendig: In der ursprünglichen Mitteilung der Guardia Civil wurde nach Angaben lokaler Medien lediglich von einem minderjährigen männlichen Tatverdächtigen gesprochen, ohne dessen Nationalität zu nennen. Andere spanische Medien berichten hingegen unter Berufung auf eigene Informationen von einem marokkanischen Jugendlichen.

Unabhängig davon stehen zunächst die konkreten Tatvorwürfe im Mittelpunkt: fünf mutmaßliche Gewaltraubdelikte gegen besonders vulnerable Menschen. Der Fall wirft damit auch Fragen darüber auf, wie Senioren besser vor gezielt gegen sie gerichteter Gewaltkriminalität geschützt werden können.

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