Schüsse mitten in Köln: 32-Jähriger auf der Zülpicher Straße lebensgefährlich verletzt – Täter flüchten im Auto
Drama in der Kölner Innenstadt: In den frühen Morgenstunden fallen mehrere Schüsse aus einem fahrenden Fahrzeug. Ein 32-Jähriger wird schwer getroffen und muss notoperiert werden. Die Täter sind weiterhin auf der Flucht, eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
5/31/20262 min read
In der Nacht zu Sonntag ist es im Kölner Studenten- und Ausgehviertel rund um die Zülpicher Straße zu einer schweren Gewalttat gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde ein 32 Jahre alter Mann durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Die Schüsse sollen aus einem fahrenden Auto abgegeben worden sein. Die mutmaßlichen Täter konnten anschließend unerkannt fliehen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 4.30 Uhr morgens im Bereich der Zülpicher Straße, die besonders an Wochenenden zu den belebtesten Orten der Kölner Innenstadt zählt. Zahlreiche Feiernde und Nachtschwärmer waren zu diesem Zeitpunkt noch unterwegs, als plötzlich Schüsse fielen und für große Unruhe sorgten.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler soll ein Fahrzeug an dem späteren Opfer vorbeigefahren sein. Aus dem Wagen heraus wurden mehrere Schüsse abgegeben. Dabei wurde ein 32-jähriger Mann getroffen und schwer verletzt. Rettungskräfte waren kurze Zeit später vor Ort und versorgten den Verletzten noch am Tatort, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Dort musste der Mann umgehend operiert werden. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand machten die Behörden zunächst keine detaillierten Angaben. Nach bisherigen Informationen schwebte das Opfer jedoch in einem ernsten Zustand, weshalb die Ermittlungen inzwischen von einer Mordkommission übernommen wurden.
Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine umfangreiche Fahndung nach den flüchtigen Tätern ein. Mehrere Streifenwagen sowie spezialisierte Einsatzkräfte suchten in der Umgebung nach dem Fahrzeug und möglichen Tatverdächtigen. Bislang blieb die Suche jedoch ohne Erfolg.
Noch unklar ist, welches Motiv hinter dem Angriff steckt. Die Ermittler prüfen derzeit verschiedene Ansätze und werten Spuren sowie mögliche Zeugenaussagen aus. Auch Aufnahmen von Überwachungskameras aus dem Umfeld könnten bei der Rekonstruktion der Tat eine wichtige Rolle spielen.
Die Polizei bittet daher Zeugen, die in den frühen Morgenstunden verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Besonders gesucht werden Hinweise auf das flüchtige Fahrzeug, die Insassen oder auffällige Personen, die sich vor oder nach der Tat in der Umgebung der Zülpicher Straße aufgehalten haben könnten.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte in derselben Nacht eine Detonation am Friesenwall in der Kölner Innenstadt. Die Polizei stellte jedoch klar, dass nach aktuellem Stand keine Verbindung zwischen beiden Vorfällen besteht. Die Explosion und die Schussabgabe würden als getrennte Ereignisse behandelt und unabhängig voneinander untersucht.
Der Vorfall auf der Zülpicher Straße sorgt erneut für Diskussionen über Gewaltkriminalität im Kölner Nachtleben. Das Viertel rund um die Universitäts- und Ausgehmeile ist insbesondere an Wochenenden stark frequentiert. Zwar kommt es dort regelmäßig zu Polizeieinsätzen wegen Körperverletzungen, Streitigkeiten oder Sachbeschädigungen, Schusswaffeneinsätze dieser Art gelten jedoch als vergleichsweise selten.
Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen und arbeitet daran, den genauen Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Ob der Angriff gezielt dem 32-Jährigen galt oder weitere Personen gefährdet wurden, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen.
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Köln zu melden. Jede Beobachtung könnte für die Aufklärung des Falls von Bedeutung sein.