René Stadtkewitz gewinnt in Zehdenick - AFD Erfolg
René Stadtkewitz von der AFD setzt sich mit klarem Vorsprung in Zehdenick durch und schreibt politische Geschichte in Brandenburg. Diese Wahl signalisiert die veränderte Stimmung in Ostdeutschland.
5/11/20262 min read
In der brandenburgischen Stadt Zehdenick hat die AfD erstmals eine Bürgermeisterwahl gewonnen. Der Kandidat René Stadtkewitz setzte sich bereits im ersten Wahlgang deutlich gegen seine Mitbewerber durch und erreichte nach dem vorläufigen Endergebnis 58,4 Prozent der Stimmen. Damit stellt die Partei zum ersten Mal einen direkt gewählten hauptamtlichen Bürgermeister in Brandenburg.
Der FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen kam auf 28,6 Prozent. Dahinter folgten der parteilose Bewerber Wolf-Gernot Richardt mit 7,8 Prozent sowie Dennis Latzke von der Partei des Fortschritts mit 5,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 52,8 Prozent.
Für René Stadtkewitz ist der Wahlsieg zugleich eine politische Rückkehr. Bereits im vergangenen Jahr hatte er für das Bürgermeisteramt kandidiert. Damals lag er im ersten Wahlgang nahezu gleichauf mit seinem späteren Konkurrenten Alexander Kretzschmar, verlor jedoch die anschließende Stichwahl deutlich. Nun gelang ihm im zweiten Anlauf ein klarer Erfolg.
Die erneute Wahl in Zehdenick war notwendig geworden, nachdem der zuvor gewählte Bürgermeister Alexander Kretzschmar wegen längerer krankheitsbedingter Ausfälle sein Amt nicht mehr ausüben konnte. In einem Bürgerentscheid wurde er Anfang des Jahres schließlich abgewählt. Seitdem wurden die Amtsgeschäfte kommissarisch geführt.
Politisch sorgt das Ergebnis bundesweit für Aufmerksamkeit. Beobachter sehen darin ein weiteres Zeichen dafür, dass die AfD besonders auf kommunaler Ebene zunehmend an Einfluss gewinnt. Gerade in Teilen Ostdeutschlands erzielt die Partei seit Monaten hohe Wahlergebnisse und profitiert vielerorts von der Unzufriedenheit mit der Bundespolitik.
Stadtkewitz selbst blickt auf eine lange politische Laufbahn zurück. Früher gehörte er der CDU an und saß für die Partei im Berliner Abgeordnetenhaus. Nach internen Konflikten verließ er die Christdemokraten und gründete später die Partei „Die Freiheit“. Erst 2024 trat er offiziell der AfD bei.
Die Wahl in Zehdenick wird deshalb nicht nur lokal, sondern auch landespolitisch als Signal gewertet. Während Befürworter von einem „historischen Erfolg“ sprechen, sehen politische Gegner darin einen weiteren Hinweis auf die zunehmende Polarisierung in Deutschland. Klar ist jedoch: Mit dem deutlichen Ergebnis hat die AfD in Brandenburg einen weiteren symbolträchtigen Erfolg erzielt.
Quellen: Recherchen und Informationen unter anderem von Apollo News, Wahlleiter Brandenburg sowie weiteren öffentlich zugänglichen Medienberichten.