Nach Streit um Sitzplatz: Passagier soll sich auf die Scharia berufen und Flugbegleiterin angegriffen haben
Ein Zwischenfall auf einem Flug nach Düsseldorf sorgt für Diskussionen: Ein 29-jähriger Passagier soll sich geweigert haben, neben einer Frau Platz zu nehmen. Im Verlauf des Streits soll eine Flugbegleiterin verletzt worden sein. Die Polizei ermittelt.
7/17/20261 min read


Ein Vorfall an Bord eines Linienfluges nach Düsseldorf beschäftigt derzeit die Ermittlungsbehörden in Nordrhein-Westfalen. Nach bisherigen Informationen soll ein 29-jähriger Passagier während des Fluges mit Mitgliedern der Kabinenbesatzung in Streit geraten sein. Im weiteren Verlauf soll es zu einem körperlichen Angriff auf eine Flugbegleiterin gekommen sein.
Nach übereinstimmenden Medienberichten ereignete sich der Zwischenfall Anfang Juni auf einem Flug der Turkish Airlines von der Türkei nach Düsseldorf. Demnach soll sich der Mann geweigert haben, seinen zugewiesenen Sitzplatz einzunehmen, weil sich daneben eine Frau befand. Als Begründung soll er religiöse Vorschriften angeführt haben.
Die Kabinenbesatzung versuchte nach den bisherigen Erkenntnissen, die Situation zu klären und den Fluggast zur Einhaltung der Anweisungen zu bewegen. Dabei soll die Auseinandersetzung eskaliert sein. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden steht der Verdacht im Raum, dass der Passagier einer Flugbegleiterin ins Gesicht geschlagen haben soll.
Nach der Landung am Flughafen Düsseldorf wurde die Bundespolizei hinzugezogen. Die Beamten nahmen den Sachverhalt auf und leiteten erste Maßnahmen ein. Die weiteren Ermittlungen werden inzwischen von der Polizei Düsseldorf geführt.
Mehrere Medien berichten, dass der Beschuldigte den körperlichen Angriff gegenüber den eingesetzten Beamten eingeräumt haben soll. Eine abschließende rechtliche Bewertung steht jedoch noch aus. Die Ermittlungen dauern an.
Unabhängig vom Motiv gilt: Den Anweisungen der Flugbesatzung ist aus Sicherheitsgründen grundsätzlich Folge zu leisten. Körperliche Angriffe auf Crewmitglieder können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und werden von den zuständigen Behörden entsprechend verfolgt.
Der Vorfall hat darüber hinaus erneut eine Debatte über respektvolles Verhalten an Bord von Flugzeugen ausgelöst. Fluggesellschaften weisen regelmäßig darauf hin, dass Konflikte während eines Fluges nicht nur einzelne Personen gefährden können, sondern im Ernstfall Auswirkungen auf die Sicherheit aller Passagiere haben.
Welche strafrechtlichen Folgen der Vorfall letztlich haben wird, bleibt nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.