Nach Schüssen in Solingen-Ohligs: Mann verletzt – Polizei fahndet nach Täter
Großeinsatz in Solingen: Am Mittwochmorgen wurden aus Ohligs Schussgeräusche gemeldet. Ein Mann wurde verletzt, an einem Gebäude entdeckten Ermittler Einschüsse. Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften im Einsatz und sucht nach einem männlichen Tatverdächtigen.
7/29/20262 min read


Solingen. Ein größerer Polizeieinsatz hat am Mittwochmorgen, dem 29. Juli 2026, den Solinger Stadtteil Ohligs beschäftigt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren in der Umgebung der Düsseldorfer Straße mehrere Schussgeräusche zu hören. Mindestens ein Mann wurde verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Die Polizei leitete umfangreiche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen ein.
Wie unter anderem RTL WEST unter Berufung auf die Polizei berichtet, hatte eine Zeugin am Morgen Schussgeräusche im Bereich eines türkischen Supermarktes wahrgenommen und die Einsatzkräfte verständigt. Daraufhin rückten zahlreiche Polizeikräfte nach Ohligs aus. Auch Rettungskräfte waren vor Ort.
Nach Angaben der Polizei wurde ein verletzter Mann angetroffen. Einzelheiten zur Art und Schwere seiner Verletzungen beziehungsweise zu den genauen Umständen, unter denen er verletzt wurde, waren in den ersten offiziellen Berichten noch nicht abschließend geklärt.
Einschüsse an Gebäude entdeckt
Im Zuge der Ermittlungen stellten Einsatzkräfte außerdem Einschüsse an einer Hausfassade fest. Der betroffene Bereich wurde abgesperrt, damit Spezialisten Spuren sichern und den möglichen Ablauf rekonstruieren können.
Lokale Medien berichten unterdessen von zwei Bereichen in Ohligs, an denen Spuren untersucht werden. Nach Angaben der Solinger Nachrichten soll sich ein Tatort im Bereich eines Lebensmittelgeschäfts an der Ecke Düsseldorfer Straße/Wittenbergstraße befinden. Ein weiterer Bereich mit Einschüssen an einem Gebäude liege demnach etwa 150 Meter entfernt. Ob beide Orte unmittelbar miteinander zusammenhängen, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch Gegenstand der Ermittlungen.
Damit gehen die öffentlich bekannten Informationen inzwischen teilweise über die ersten Meldungen hinaus. Gerade bei einem laufenden Polizeieinsatz können sich Angaben jedoch kurzfristig ändern oder nach weiteren Ermittlungen anders darstellen.
Fahndung nach männlichem Tatverdächtigen
Nach den ersten Berichten fahndet die Polizei nach einem männlichen Tatverdächtigen. Genauere Angaben zu seiner Identität oder eine belastbare Beschreibung lagen zunächst nicht öffentlich vor.
Auch über ein mögliches Motiv ist bislang nichts Gesichertes bekannt. Ob sich Täter und Verletzter kannten oder ob der Vorfall einen anderen Hintergrund hat, ist derzeit offen.
Die Polizei war mit zahlreichen Kräften in Ohligs präsent. Teile des betroffenen Bereichs wurden für die Ermittlungsarbeit abgesperrt. Kriminaltechniker untersuchten mögliche Einschussstellen und weitere Spuren, um herauszufinden, wie viele Schüsse abgegeben wurden und von welchen Positionen aus geschossen worden sein könnte.
Keine bekannte Gefahr für die Bevölkerung
Nach der von RTL WEST verbreiteten ersten Polizeiinformation bestand keine bekannte Gefahr für die Bevölkerung. Dennoch lief die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter weiter.
Für die Ermittler dürfte nun insbesondere die Auswertung der am Tatort gefundenen Spuren entscheidend sein. Hinzu kommen mögliche Aussagen von Zeugen sowie gegebenenfalls vorhandene Aufnahmen von Überwachungskameras aus dem Umfeld.
Die Solinger Nachrichten berichten, dass gegen 8.45 Uhr mehrere Meldungen über Schussgeräusche eingegangen seien. Diese Zeitangabe stammt aus der lokalen Berichterstattung und war in den ersten überregionalen Meldungen noch nicht enthalten.
Ermittlungen dauern an
Viele zentrale Fragen sind damit weiterhin offen: Wer hat geschossen? Was war das Motiv? Wie genau kam es zur Verletzung des Mannes? Und stehen die verschiedenen festgestellten Einschussstellen miteinander in Verbindung?
Solange die Ermittlungen laufen, sollten insbesondere Angaben zu Täter, Motiv oder konkretem Tatablauf nicht als gesichert dargestellt werden, sofern sie nicht von den zuständigen Behörden bestätigt wurden.