Mordkommission ermittelt nach Messerangriff auf Schützenfest in Rheinberg

Ein Streit auf einem Schützenfest in Rheinberg eskaliert – ein 28-Jähriger wird mit einem Messer schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft stuft den Fall als versuchtes Tötungsdelikt ein, eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet nun Zeugen um Hinweise.

8/3/20262 min read

Polizeiband am Tatort in Rheinberg nach einer Messerattacke bei einem lokalen Fest mit Blaulicht.
Polizeiband am Tatort in Rheinberg nach einer Messerattacke bei einem lokalen Fest mit Blaulicht.
Rheinberg – Nach einem schweren Messerangriff während eines Schützenfestes in Rheinberg im Kreis Wesel laufen die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft auf Hochtouren. Wie unter anderem DER WESTEN unter Berufung auf Polizei und Staatsanwaltschaft berichtet, wurde ein 28-jähriger Mann am Samstagabend bei einer Auseinandersetzung mit einem Messer schwer verletzt. Aufgrund der Schwere der Tat hat die Staatsanwaltschaft den Vorfall als mutmaßliches versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Eine Mordkommission wurde eingerichtet und hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat gegen 21.55 Uhr auf dem Gelände eines Schützenfestes im Bereich Außenwall und Orsoyer Straße in Rheinberg. Zeugen berichten, dass es zunächst zu einem Streit zwischen dem späteren Opfer und einer Gruppe von drei Personen gekommen sein soll. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung soll einer der Beteiligten plötzlich ein Messer gezogen und den 28-Jährigen angegriffen haben. Dabei erlitt der Mann schwere Verletzungen.

Unmittelbar nach dem Angriff flüchtete der mutmaßliche Täter gemeinsam mit den beiden anderen Personen aus der Gruppe. Nach Angaben der Ermittler entfernten sie sich in Richtung eines Kreisverkehrs an der Moerser Straße. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die Tatverdächtigen bislang nicht gefasst werden. Die Polizei arbeitet derzeit daran, ihre Identität zu klären und den Fluchtweg nachzuvollziehen.

Besucher des Schützenfestes alarmierten umgehend die Einsatzkräfte. Rettungsdienst und Notarzt trafen kurze Zeit später am Tatort ein und versorgten den Schwerverletzten zunächst medizinisch vor Ort. Anschließend wurde der 28-Jährige zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand machten die Behörden bislang keine näheren Angaben.

Während die medizinische Versorgung des Verletzten lief, sicherten Polizeibeamte den Tatort und begannen noch auf dem Festgelände mit ersten Befragungen von Zeugen. Die Ermittler hoffen, durch Aussagen von Besuchern sowie mögliche Foto- oder Videoaufnahmen den Ablauf der Tat möglichst genau rekonstruieren zu können. Insbesondere interessieren sich die Beamten für Personen, die den Streit oder die anschließende Flucht beobachtet haben könnten.

Aufgrund der Schwere des Vorfalls übernahm eine Mordkommission die weiteren Ermittlungen. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft besteht derzeit der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Welche Hintergründe zu der Auseinandersetzung führten und ob sich Opfer und Tatverdächtige bereits kannten, ist bislang Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Zu möglichen Motiven machten die Behörden bisher keine Angaben.

Die Polizei appelliert an alle Besucher des Schützenfestes sowie an weitere mögliche Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden. Jede Beobachtung könne für die Ermittlungen von Bedeutung sein – insbesondere Informationen zur Fluchtrichtung oder zur Identität der beteiligten Personen könnten dabei helfen, den oder die Tatverdächtigen ausfindig zu machen.

Der Vorfall sorgte am Wochenende für erhebliche Unruhe unter den Besuchern der Veranstaltung. Schützenfeste gelten normalerweise als friedliche Volksfeste, weshalb die Gewalttat viele Anwesende schockierte. Die Ermittlungen dauern derzeit an. Weitere Informationen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichen, sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

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