Friedrich Merz: Umfragen zeigen sinkenden Rückhalt

Die Stimmung kippt weiter für Friedrich Merz, der in aktuellen Umfragen neue Tiefstände erreicht. Besonders brisant ist der schwindende Rückhalt innerhalb seiner eigenen Partei für den Kanzler.

5/12/20262 min read

Friedrich Merz looking downcast next to a falling red arrow and text about CDU CSU poll results.
Friedrich Merz looking downcast next to a falling red arrow and text about CDU CSU poll results.
Bundeskanzler Friedrich Merz steckt laut aktuellen Umfragen in einer immer tieferen Popularitätskrise. Neue Erhebungen des Meinungsforschungsinstituts INSA zeigen, dass die Unzufriedenheit mit dem CDU-Politiker weiter zunimmt. Besonders bemerkenswert dabei: Die Kritik kommt inzwischen nicht mehr nur aus dem politischen Gegnerlager, sondern zunehmend auch aus den eigenen Reihen der Union.

Nach den neuesten Zahlen bewerten rund 62 Prozent der Befragten die Arbeit des Kanzlers negativ. Damit erreicht Merz einen neuen Tiefstand in den aktuellen Politiker-Rankings. Im Vergleich zu vorherigen Erhebungen verschlechterten sich seine Werte erneut. Im INSA-Ranking landet er damit sogar auf dem letzten Platz unter den wichtigsten Bundespolitikern.

Besonders problematisch für die Union: Selbst unter CDU- und CSU-Anhängern scheint das Vertrauen in den Kanzler zu bröckeln. Während Merz in der Vergangenheit zumindest im eigenen Lager auf vergleichsweise stabile Unterstützung bauen konnte, verliert er inzwischen auch dort deutlich an Zustimmung. Laut Berichten rutschte er bei Unionswählern im internen Ranking mehrere Plätze nach unten.

Angeführt wird das aktuelle Politiker-Ranking weiterhin von Boris Pistorius. Der SPD-Verteidigungsminister bleibt einer der beliebtesten Politiker Deutschlands. Ebenfalls weit vorne liegen Cem Özdemir sowie Hendrik Wüst. Merz hingegen verliert weiter an Boden – und das in einer Phase, in der die Bundesregierung ohnehin unter starkem Druck steht.

Auch andere Umfragen zeichnen ein schwieriges Bild für die Bundesregierung. So gehen laut aktuellen Erhebungen inzwischen mehr als die Hälfte der Befragten davon aus, dass die schwarz-rote Koalition die laufende Legislaturperiode möglicherweise nicht vollständig überstehen wird. Viele Bürger rechnen offenbar mit einem vorzeitigen Bruch der Regierung oder größeren personellen Veränderungen innerhalb der Union.

Parallel dazu gerät die Union auch in den bundesweiten Parteiumfragen zunehmend unter Druck. In mehreren Erhebungen liegt die AfD inzwischen vor CDU und CSU. Teilweise beträgt der Abstand bereits mehrere Prozentpunkte. Für die Union ist das besonders brisant, weil sie sich traditionell als stärkste politische Kraft der Mitte versteht.

Innerhalb der CDU werden deshalb zunehmend Diskussionen über die politische Ausrichtung und den Führungsstil des Kanzlers geführt. Zwar gibt es offiziell weiterhin Rückendeckung für Merz, doch hinter den Kulissen wächst offenbar die Nervosität. Beobachter verweisen darauf, dass die anhaltend schlechten Umfragewerte den Druck auf die Parteispitze weiter erhöhen könnten.

Hinzu kommt, dass Merz nicht nur mit schlechter Stimmung in Deutschland zu kämpfen hat. Auch internationale Umfragen zeichnen zuletzt ein negatives Bild. In einer weltweiten Erhebung des Instituts Morning Consult schnitt der deutsche Kanzler zuletzt besonders schwach ab und gehörte zu den unbeliebtesten Regierungschefs unter den untersuchten Demokratien.

Trotz der schwierigen Zahlen gibt es innerhalb der Union bislang keine offene Debatte über einen möglichen Wechsel an der Parteispitze oder im Kanzleramt. Namen wie Markus Söder oder Hendrik Wüst werden zwar immer wieder als mögliche Alternativen genannt, doch aktuelle Umfragen zeigen, dass auch sie nicht automatisch deutlich bessere Zustimmungswerte erreichen würden.

Die kommenden Wochen könnten daher entscheidend werden. Sollte sich die negative Entwicklung in den Umfragen fortsetzen, dürfte der Druck auf die Bundesregierung und insbesondere auf Friedrich Merz weiter steigen. Vor allem innerhalb der Union wächst die Sorge, dass die anhaltend schlechten Werte langfristige Folgen für kommende Wahlen haben könnten.

Quellen: Recherchen und Informationen basieren unter anderem auf Berichten von Apollo News, aktuellen INSA-Umfragen sowie öffentlich zugänglichen Daten verschiedener Meinungsforschungsinstitute.