„Ich werde alles tun, damit das nicht passiert“ – Merkel warnt eindringlich vor einer AfD-Kanzlerin
Angela Merkel äußert sich klar gegen eine Kanzlerin oder einen Kanzler der AfD. Sie betont die Notwendigkeit des Zusammenhalts aller demokratischen Parteien und warnt vor den Gefahren einer wachsenden gesellschaftlichen Spaltung.
5/19/20262 min read
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut mit klaren Aussagen zur politischen Entwicklung in Deutschland zu Wort gemeldet. Besonders mit Blick auf den wachsenden Zuspruch für die Alternative für Deutschland machte Merkel deutlich, dass sie eine Regierungsübernahme durch die Partei verhindern wolle. Nach ihrer Einschätzung müsse alles dafür getan werden, dass es in Deutschland nicht zu einer AfD-geführten Bundesregierung komme.
Die Altkanzlerin zeigte sich besorgt über die zunehmende politische Polarisierung im Land. Ihrer Meinung nach dürften sich die demokratischen Parteien nicht gegenseitig schwächen oder aus kurzfristigen politischen Interessen heraus handeln. Stattdessen brauche es mehr Geschlossenheit in der politischen Mitte, um extremen Entwicklungen entgegenzuwirken. Merkel warnte davor, aus Protest oder Frust Parteien zu stärken, die ihrer Ansicht nach Positionen vertreten, die nicht mit den Grundwerten des Grundgesetzes vereinbar seien.
In verschiedenen Interviews und öffentlichen Auftritten der vergangenen Monate hatte Merkel mehrfach betont, dass sie eine Zusammenarbeit mit der AfD strikt ablehne. Besonders kritisch sieht sie politische Konstellationen, bei denen andere Parteien Mehrheiten mithilfe der AfD organisieren könnten. Bereits Ende 2025 hatte sie erklärt, dass sie dagegen sei, sich parlamentarische Mehrheiten über die AfD zu verschaffen. Politiker müssten eigene Lösungen und Inhalte anbieten, anstatt sich von der AfD treiben zu lassen.
Auch mit Blick auf aktuelle Umfragen äußerte Merkel Sorgen. Die hohen Zustimmungswerte für die AfD seien aus ihrer Sicht ein Warnsignal für die etablierten Parteien. Gleichzeitig appellierte sie jedoch daran, nicht ausschließlich über die AfD zu sprechen. Stattdessen müssten Union, SPD, Grüne und andere demokratische Kräfte stärker vermitteln, welche konkreten Ideen sie für die Zukunft Deutschlands hätten. Bürger müssten das Gefühl bekommen, dass Politik Probleme tatsächlich lösen könne.
Merkel machte zudem deutlich, dass sie gesellschaftlichen Zusammenhalt für entscheidend hält. Besonders in Debatten rund um Migration und Integration warnte sie vor einer weiteren Spaltung der Bevölkerung. Deutschland sei auf Zuwanderung angewiesen und müsse gleichzeitig seine demokratischen Werte verteidigen. Menschen mit Migrationsgeschichte dürften nicht das Gefühl bekommen, nicht dazuzugehören. Die Altkanzlerin sprach sich dafür aus, dass alle demokratischen Kräfte gemeinsam gegen extremistische Tendenzen auftreten.
Die Aussagen Merkels sorgen erneut für politische Diskussionen. Kritiker werfen ihr vor, mit ihrer früheren Politik selbst zum Aufstieg der AfD beigetragen zu haben. Unterstützer sehen in ihren Äußerungen dagegen einen wichtigen Appell zur Verteidigung der demokratischen Ordnung. Besonders innerhalb der Union bleibt der Umgang mit der AfD eines der umstrittensten Themen. Während die Parteiführung offiziell jede Zusammenarbeit ausschließt, gibt es vor allem auf kommunaler Ebene immer wieder Debatten über mögliche indirekte Kooperationen.
In den vergangenen Wochen hatten zudem Diskussionen über mögliche Minderheitsregierungen neuen Zündstoff geliefert. AfD-Chefin Alice Weidel hatte erklärt, ihre Partei könne unter bestimmten Bedingungen eine unionsgeführte Minderheitsregierung tolerieren. Merkel stellte sich indirekt auch gegen solche Überlegungen und betonte erneut, dass demokratische Parteien ihre Mehrheiten ohne Unterstützung der AfD organisieren sollten.
Obwohl Merkel seit ihrem Rückzug aus dem Kanzleramt eigentlich angekündigt hatte, sich aus dem Tagesgeschäft der Politik herauszuhalten, meldet sie sich inzwischen wieder häufiger öffentlich zu Wort. Ihre Aussagen stoßen regelmäßig auf große Aufmerksamkeit – sowohl bei Unterstützern als auch bei Kritikern. Klar ist: Die Debatte über den zukünftigen Umgang mit der AfD wird Deutschland auch in den kommenden Jahren weiter beschäftigen.
Quellen: Recherchen und Informationen basieren unter anderem auf Berichten von Apollo News, Deutschlandfunk sowie weiteren öffentlich zugänglichen Medienberichten und Interviews.