Gewaltserie in Köln: Syrer soll Fahrgast Richtung Gleise gezogen und mehrere Menschen attackiert haben
Schockierende Szenen in Köln: Ein 22-Jähriger soll innerhalb kurzer Zeit mehrere Menschen angegriffen haben – darunter ein Reisender an einem Bahnsteig. Zeugen verhinderten offenbar Schlimmeres. Die Polizei ermittelt und sucht weitere Opfer sowie Augenzeugen.
6/22/20262 min read


Köln – Eine Serie von Gewalttaten hat am Sonntagnachmittag für einen größeren Polizeieinsatz im Kölner Stadtgebiet gesorgt. Nach Angaben der Bundespolizei soll ein 22 Jahre alter Mann innerhalb kurzer Zeit mehrere Menschen an unterschiedlichen Orten angegriffen haben. Besonders brisant: Bereits am ersten Tatort soll er versucht haben, einen Reisenden in Richtung der Gleise zu ziehen.
Die Vorfälle begannen nach bisherigen Erkenntnissen am Haltepunkt Köln-Trimbornstraße. Dort geriet der mutmaßliche Täter mit einem Reisenden aneinander. Laut den Ermittlern soll der Mann zunächst auf sein Opfer eingeschlagen haben. Anschließend habe er versucht, den Reisenden in Richtung des Gleisbereichs zu ziehen. Mehrere Passanten bemerkten die Situation und griffen sofort ein. Durch ihr Eingreifen konnte eine möglicherweise noch schwerere Eskalation verhindert werden.
Das Opfer erlitt bei dem Angriff verschiedene Verletzungen, darunter Hämatome und Schürfwunden. Rettungskräfte mussten sich um den Mann kümmern, während der Tatverdächtige zunächst weiterziehen konnte.
Doch damit war die Gewaltserie offenbar noch nicht beendet. Nach Angaben der Bundespolizei stieg der 22-Jährige anschließend in eine S-Bahn der Linie S19 in Richtung Kölner Hauptbahnhof. Während der Fahrt soll er zwei bislang unbekannte Fahrgäste unvermittelt attackiert haben. Die beiden Reisenden seien ohne erkennbaren Anlass mit Faustschlägen ins Gesicht angegriffen worden. Die Identität der Betroffenen ist bislang nicht bekannt.
Die Situation eskalierte schließlich erneut im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs. Dort soll der Mann in einem Gastronomiebereich einen 47 Jahre alten Reisenden angegriffen haben. Nach bisherigen Erkenntnissen schlug und trat der Tatverdächtige auf sein Opfer ein. Als Einsatzkräfte der Bundespolizei eintrafen, soll der Angriff noch immer angedauert haben. Demnach habe der Mann weiterhin auf den bereits am Boden liegenden Geschädigten eingeschlagen.
Die Beamten griffen umgehend ein und nahmen den Verdächtigen fest. Der 22-Jährige wurde anschließend zur Dienststelle gebracht. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Mann den Behörden bereits bekannt gewesen sein soll. Nach Angaben der Polizei war er in der Vergangenheit mehrfach wegen Gewaltdelikten aufgefallen.
Zudem ergaben die Ermittlungen Hinweise darauf, dass der Tatverdächtige zum Zeitpunkt der Vorfälle unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden haben könnte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Gleichzeitig suchen die Ermittler nach weiteren Zeugen der Vorfälle. Insbesondere die beiden bislang unbekannten Fahrgäste, die während der Fahrt der S-Bahn attackiert worden sein sollen, werden gebeten, sich bei den Behörden zu melden.
Der Fall sorgt in Köln für große Aufmerksamkeit, da sich die Angriffe innerhalb kurzer Zeit an mehreren stark frequentierten Orten abgespielt haben. Besonders der Vorwurf, ein Reisender sei in Richtung der Gleise gezogen worden, wirft Fragen nach dem möglichen Gefahrenpotenzial der Tat auf. Nur durch das schnelle Eingreifen von Umstehenden konnte nach bisherigen Erkenntnissen verhindert werden, dass die Situation am Bahnsteig noch dramatischer endete.
Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen dauern derzeit an. Die Polizei wertet Zeugenaussagen aus und prüft weitere mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Angriffen. Ob dem Tatverdächtigen weitere Delikte zur Last gelegt werden, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.