Freilassing: 38-jähriger Rumäne nach mutmaßlicher sexueller Belästigung einer 19-Jährigen festgenommen – unbekannte Frau greift ein

Eine 19-Jährige soll am Bahnhof Freilassing sexuell belästigt worden sein. Eine unbekannte Frau bemerkte offenbar die Situation, gab sich kurzerhand als Freundin der jungen Frau aus und brachte sie zur Bundespolizei. Der 38-jährige rumänische Tatverdächtige wurde später in einem Fernverkehrszug gestellt. Jetzt sucht die Bundespolizei nach der wichtigen Zeugin.

7/28/20262 min read

Ein Beamter der deutschen Bundespolizei steht nach einer mutmaßlichen Festnahme am Bahnhof Freilassi
Ein Beamter der deutschen Bundespolizei steht nach einer mutmaßlichen Festnahme am Bahnhof Freilassi
Freilassing/Traunstein. Nach einer mutmaßlichen sexuellen Belästigung einer 19 Jahre alten Frau am Bahnhof Freilassing hat die Bundespolizei einen 38-jährigen rumänischen Staatsangehörigen festgenommen. Eine bislang unbekannte Frau spielte bei dem Vorfall offenbar eine entscheidende Rolle: Sie soll die Situation erkannt, sich gegenüber der jungen Frau als deren Freundin ausgegeben und sie anschließend aus der Wartehalle bis zu den Beamten der Bundespolizei begleitet haben.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei am Sonntag, 26. Juli 2026, in der Wartehalle des Bahnhofs Freilassing. Die Bundespolizeiinspektion Freilassing sucht inzwischen öffentlich nach Zeugen – insbesondere nach der Frau, die der 19-Jährigen zur Hilfe gekommen sein soll.

19-Jährige soll in Wartehalle belästigt worden sein

Nach den bislang veröffentlichten Informationen hielt sich die 19-Jährige gegen 11 Uhr in der Wartehalle des Bahnhofs auf. Dort soll sie an einer Bank gestanden haben, als es zu der mutmaßlichen sexuellen Belästigung durch den später festgenommenen Mann kam.

Eine andere Frau soll auf die Situation aufmerksam geworden sein. Offenbar reagierte sie schnell und fand einen Weg, die junge Frau aus der Situation herauszubringen: Sie gab sich demnach als Freundin der 19-Jährigen aus.

Unter diesem Vorwand begleitete die Unbekannte die Betroffene aus der Wartehalle. Gemeinsam gingen die Frauen bis zur Bundespolizei, die sich am Parkplatz des Bahnhofs befindet.

Die Identität dieser Helferin ist bislang nicht bekannt. Für die Ermittler könnte ihre Aussage jedoch von großer Bedeutung sein. Deshalb bittet die Bundespolizei sie ausdrücklich darum, sich zu melden.

Videoaufzeichnungen führen zu Tatverdächtigem

Nach dem Vorfall werteten die Ermittler Videoaufzeichnungen aus. Die 19-Jährige konnte den mutmaßlichen Täter darauf wiedererkennen. Zusätzlich verfügten die Beamten über eine Personenbeschreibung und weitere Angaben der Betroffenen.

Daraufhin leitete die Bundespolizei eine Fahndung nach dem Mann ein.

Diese führte noch am selben Tag zum Erfolg: Bundespolizisten stellten den gesuchten Mann in einem Fernverkehrszug kurz vor dem Bahnhof Traunstein fest.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 38 Jahre alten rumänischen Staatsangehörigen. Er soll zum Zeitpunkt des Geschehens alkoholisiert gewesen sein.

Die Beamten nahmen den Mann fest. Gegen ihn besteht der Verdacht einer sexuellen Belästigung. Dabei gilt wie bei allen laufenden Strafverfahren die Unschuldsvermutung, solange keine rechtskräftige Verurteilung vorliegt.

Bundespolizei sucht wichtige Zeugin

Trotz der schnellen Festnahme sind die Ermittlungen damit noch nicht abgeschlossen. Besonders wichtig ist für die Bundespolizei nun die Frau, die der 19-Jährigen geholfen und sie bis zu den Beamten begleitet haben soll.

Darüber hinaus werden auch weitere Personen gesucht, die sich am Sonntagvormittag in oder rund um die Wartehalle des Bahnhofs Freilassing aufgehalten und möglicherweise Beobachtungen gemacht haben.

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing ist für Hinweise erreichbar. Die offiziellen Kontaktdaten der Dienststelle sind auf der Seite der Bundespolizei veröffentlicht.

Der Fall zeigt zugleich, welche Bedeutung aufmerksame Zeugen in solchen Situationen haben können. Nach den bisherigen Angaben erkannte die unbekannte Frau offenbar, dass die 19-Jährige Unterstützung benötigte, und griff ein, ohne eine direkte Konfrontation mit dem mutmaßlichen Täter zu suchen.

Nun hoffen die Ermittler, genau diese Frau ausfindig zu machen und ihre Beobachtungen zum Geschehen aufnehmen zu können.

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