ESKALATION IM FERNZUG: Mann bedroht Reisende mit Glasscherbe – und attackiert Polizisten

Ein 52-jähriger Tunesier soll in einem Fernzug Richtung München eine 45-jährige Frau mit einer Glasscherbe bedroht haben. Als Bundespolizisten eingriffen, soll er nach den Beamten getreten und versucht haben, sie zu beißen. Ein zufällig mitreisender Polizist unterstützte seine Kollegen. Der Tatverdächtige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

7/23/20262 min read

Zersplittertes Glas auf einem Zugsitz, im Hintergrund ein verschwommener deutscher Polizist.
Zersplittertes Glas auf einem Zugsitz, im Hintergrund ein verschwommener deutscher Polizist.
Ein Zwischenfall in einem Fernverkehrszug Richtung München hat am Montagmorgen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 52 Jahre alter tunesischer Staatsangehöriger soll zunächst im Bordbistro randaliert und anschließend eine Mitreisende mit einer Glasscherbe bedroht haben. Auch bei seiner Festnahme soll sich der Mann massiv gewehrt haben. Inzwischen befindet sich der Tatverdächtige in Untersuchungshaft.

Ein eigentlich gewöhnlicher Montagmorgen entwickelte sich für Reisende eines Fernzuges von Ulm in Richtung München zu einer bedrohlichen Situation. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll ein 52-jähriger Mann zunächst ohne gültigen Fahrschein in den Zug gestiegen sein und kurze Zeit später im Bordbistro für einen Polizeieinsatz gesorgt haben.

Der Vorfall begann gegen 8.45 Uhr am Ulmer Hauptbahnhof. Dort soll der tunesische Staatsangehörige den Fernverkehrszug betreten haben. Nach bisherigen Erkenntnissen verfügte er offenbar nicht über einen gültigen Fahrschein.

Kurz nach dem Einstieg begab sich der Mann laut den Behörden in das Bordbistro. Dort soll sich sein Verhalten zunehmend aggressiv entwickelt haben. Der 52-Jährige begann demnach zu randalieren und sorgte damit für eine gefährliche Situation innerhalb des fahrenden Zuges.

45-jährige Reisende mit Glasscherbe bedroht

Im weiteren Verlauf eskalierte die Situation. Nach Angaben von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft soll der Tatverdächtige eine 45 Jahre alte Reisende mit einer Glasscherbe bedroht haben.

Die Frau besitzt nach Angaben aus der Berichterstattung die türkische Staatsangehörigkeit. Ob sie bei dem Vorfall körperliche Verletzungen erlitt, wurde zunächst nicht bekannt. Auch über mögliche Verletzungen weiterer Reisender lagen zunächst keine entsprechenden Angaben vor.

Aufgrund der Situation wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei alarmiert. Diese trafen den 52-Jährigen noch innerhalb des Zuges an und wollten ihn festnehmen.

Doch auch das Eingreifen der Beamten beendete die Eskalation offenbar nicht sofort.

Tatverdächtiger soll nach Polizisten getreten haben

Bei der Festnahme soll sich der Mann erheblich gegen die Einsatzkräfte gewehrt haben. Laut gemeinsamer Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei leistete der Tatverdächtige erheblichen körperlichen Widerstand.

Dabei soll der 52-Jährige nach den eingesetzten Polizisten getreten haben. Darüber hinaus soll er versucht haben, die Beamten zu beißen.

Unterstützung erhielten die Bundespolizisten während des Einsatzes durch einen Beamten der bayerischen Landespolizei. Dieser befand sich zu diesem Zeitpunkt zufällig auf einer Dienstreise und fuhr im selben Zug mit. Als er die Situation bemerkte, unterstützte er seine Kollegen bei dem Einsatz.

Schließlich gelang es den Einsatzkräften, den Tatverdächtigen unter Kontrolle zu bringen und festzunehmen.

Haftrichter ordnet Untersuchungshaft an

Für den 52-Jährigen hatte der Zwischenfall weitere unmittelbare Konsequenzen. Bereits am darauffolgenden Dienstag wurde der Tatverdächtige einem Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vorgeführt.

Der zuständige Richter erließ einen Haftbefehl und setzte diesen in Vollzug. Anschließend wurde der Mann von Beamten der Bundespolizei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort befindet er sich nun in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls dauern an.

Der Fall zeigt zugleich, wie schnell Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln eskalieren können. Für die eingesetzten Beamten bestand die Herausforderung nicht nur darin, die zuvor bedrohte Reisende und andere Fahrgäste zu schützen, sondern auch den erheblichen Widerstand des Tatverdächtigen zu überwinden.

Welche strafrechtlichen Vorwürfe dem 52-Jährigen im weiteren Verfahren konkret gemacht werden und welche Konsequenzen ihm im Falle einer Verurteilung drohen, wird sich im Zuge der weiteren Ermittlungen und eines möglichen Gerichtsverfahrens zeigen.

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