Schock in Norditalien: Auto rast in Modena Menschenmenge
In Modena, Norditalien, verursacht ein 31-jähriger Fahrer mit hoher Geschwindigkeit einen schockierenden Vorfall, indem er in eine Menschenmenge rast. Acht Personen werden verletzt, darunter eine Frau, die tragischerweise beide Beine verliert. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
5/17/20262 min read
Am Samstagnachmittag kam es in der norditalienischen Stadt Modena zu einem schweren Zwischenfall, bei dem mehrere Menschen teils lebensgefährlich verletzt wurden. Ein Mann steuerte nach Angaben der Behörden ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Passanten im Zentrum der Stadt. Insgesamt wurden acht Menschen verletzt, vier davon schwer.
Der Vorfall ereignete sich mitten in der belebten Innenstadt. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen und panischen Menschen, die versuchten, sich vor dem heranrasenden Fahrzeug in Sicherheit zu bringen. Laut ersten Berichten soll der Fahrer mit enormer Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Einige Zeugen sprechen sogar von bis zu 100 Stundenkilometern.
Der Kleinwagen durchbrach den Bereich einer Fußgängerzone und erfasste mehrere Menschen. Erst nachdem das Fahrzeug gegen die Front eines Geschäfts prallte, kam es zum Stillstand. Besonders tragisch: Eine Frau wurde offenbar gegen eine Schaufensterscheibe gedrückt und erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass beide Beine amputiert werden mussten. Zwei weitere Personen schweben laut italienischen Medien in Lebensgefahr.
Nach dem Aufprall versuchte der Fahrer offenbar zu fliehen. Dabei soll er ein Messer gezogen und einen Passanten bedroht haben, der ihn aufhalten wollte. Mehrere Menschen griffen schließlich ein und verhinderten die Flucht des Mannes, bis die Polizei eintraf. Bürgermeister Massimo Mezzetti sprach später von einem „schockierenden und wahnsinnigen Vorfall“, der die gesamte Stadt erschüttert habe.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen 31-jährigen Mann marokkanischer Abstammung, der in Bologna geboren wurde und in Modena aufgewachsen sein soll. Die Behörden erklärten, dass der Mann bereits in der Vergangenheit psychologisch behandelt worden sei. Demnach sei bei ihm im Jahr 2022 eine psychische Erkrankung diagnostiziert worden. Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss lagen zunächst nicht vor.
Die italienischen Ermittler versuchen derzeit, die Hintergründe der Tat zu klären. Bislang ist unklar, ob es sich um eine gezielte Attacke, eine psychische Ausnahmesituation oder einen anderen Hintergrund handelt. Offiziell wollten die Behörden am Samstagabend noch nicht von einem Anschlag sprechen. Gleichzeitig wird untersucht, ob der Fahrer bewusst in die Menschenmenge steuerte.
Videos und Bilder aus der Innenstadt zeigen ein großes Aufgebot von Rettungskräften, Polizei und Feuerwehr. Zahlreiche Straßen rund um den Tatort wurden abgesperrt. Verletzte wurden noch direkt vor Ort medizinisch versorgt, bevor sie in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden.
Unter den Verletzten befindet sich laut lokalen Berichten auch eine deutsche Staatsbürgerin. Weitere Informationen zu ihrem Zustand wurden zunächst nicht veröffentlicht. Die Anteilnahme in Modena ist groß. Viele Einwohner zeigten sich geschockt über die brutalen Szenen mitten im Stadtzentrum.
Der Fall erinnert viele Menschen an frühere Vorfälle, bei denen Fahrzeuge gezielt oder unkontrolliert in Menschenmengen gesteuert wurden. Entsprechend aufmerksam verfolgen italienische Behörden nun die weiteren Ermittlungen. Noch ist offen, welche Motive den Mann zu der Tat bewegt haben könnten.
Die Polizei kündigte an, den Verdächtigen ausführlich zu vernehmen und sämtliche Hintergründe zu prüfen. Auch Zeugenaussagen sowie Videoaufnahmen aus der Innenstadt sollen ausgewertet werden. Währenddessen kämpfen mehrere Opfer weiterhin um ihr Leben.
Die Ermittlungen dauern an.
Quellen: Recherchen und Informationen unter anderem von Apollo News, WELT sowie italienischen Medien und Behördenangaben.