AfD auf Rekordkurs: Partei erreicht allein so viel Zustimmung wie SPD, Grüne und FDP zusammen
Politisches Erdbeben in den neuesten Umfragen: Die AfD kommt aktuell auf 29 Prozent und liegt damit gleichauf mit SPD, Grünen und FDP zusammen. Während die Liberalen weiter abstürzen, wächst der Abstand zur Union. Alle Zahlen und Hintergründe jetzt im Artikel.
5/30/20262 min read
Die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland verschieben sich laut aktuellen Umfragen weiter deutlich. In einer neuen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA erreicht die AfD 29 Prozent der Stimmen und kommt damit allein auf denselben Wert wie die drei ehemaligen Ampelparteien SPD, Grüne und FDP zusammen.
Während die AfD ihre Position als stärkste politische Kraft in der Umfrage behauptet, geraten insbesondere die Liberalen weiter unter Druck. Die FDP verliert im Vergleich zur Vorwoche erneut an Zustimmung und fällt auf lediglich drei Prozent. Damit bleibt die Partei deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Einzug in den Bundestag erforderlich ist.
Auch die Union kann von der Schwäche der Regierungsparteien derzeit nicht profitieren. CDU und CSU kommen gemeinsam auf 22 Prozent und liegen damit weiterhin deutlich hinter der AfD. Der Abstand zwischen beiden politischen Lagern beträgt aktuell sieben Prozentpunkte. Bereits mehrere Umfragen der vergangenen Wochen hatten gezeigt, dass die AfD ihren Vorsprung gegenüber der Union ausbauen konnte.
Die Grünen erreichen in der aktuellen Erhebung 14 Prozent und liegen damit knapp vor der SPD, die auf zwölf Prozent kommt. Zusammen mit der FDP erreichen die drei Parteien, die einst die Ampel-Koalition bildeten, insgesamt 29 Prozent – exakt derselbe Wert, den die AfD allein erzielt. Dieses Verhältnis wird von politischen Beobachtern als weiteres Zeichen für die anhaltende Krise der früheren Regierungsparteien gewertet.
Auch auf der linken Seite des Parteienspektrums zeigen sich interessante Entwicklungen. Die Linke kommt derzeit auf elf Prozent und würde damit sicher im Bundestag vertreten sein. Das Bündnis Sahra Wagenknecht hingegen bleibt mit drei Prozent deutlich unter der parlamentarischen Eintrittsschwelle. Damit bewegt sich die Partei auf einem ähnlichen Niveau wie die FDP.
Besonders schwierig bleibt die Lage für die Liberalen. Seit der Bundestagswahl ist es der FDP in kaum einer bundesweiten Umfrage gelungen, die Marke von fünf Prozent zu überschreiten. Einzelne Institute sahen die Partei zeitweise bei vier bis fünf Prozent, doch ein nachhaltiger Aufwärtstrend ist bislang nicht erkennbar. Selbst traditionelle FDP-Hochburgen zeigen mittlerweile deutliche Schwächen. Politische Analysten sehen deshalb die Partei vor einer ihrer größten Herausforderungen seit Jahren.
Die aktuellen Zahlen bestätigen zugleich einen längerfristigen Trend. Mehrere Umfrageinstitute verzeichnen seit Monaten steigende Zustimmungswerte für die AfD, während die großen etablierten Parteien teilweise deutlich an Rückhalt verlieren. Durchschnittswerte verschiedener Umfragen aus dem Mai zeigen die AfD bundesweit inzwischen regelmäßig vor der Union.
Ob sich diese Entwicklung bis zu den nächsten Wahlen fortsetzt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die politischen Kräfteverhältnisse haben sich in den vergangenen Monaten spürbar verändert. Während die AfD ihre Position weiter ausbauen kann, kämpfen mehrere etablierte Parteien darum, verlorenes Vertrauen bei den Wählern zurückzugewinnen.