AfD auf Rekordkurs: Neue Umfrage sieht Partei deutlich vor der Union
Die AFD erzielt in der neuesten Forsa-Umfrage ihren bislang höchsten Wert auf Bundesebene und baut den Vorsprung auf CDU/CSU weiter aus. Unzufriedenheit mit Kanzler Friedrich Merz wächst.
5/19/20262 min read
Die AfD erreicht laut einer neuen Forsa-Erhebung für RTL und n-tv einen weiteren Höchstwert in den bundesweiten Umfragen. Mit aktuell 28 Prozent Zustimmung liegt die Partei inzwischen klar vor der Union und setzt ihren Aufwärtstrend fort. Die CDU/CSU kommt demnach nur noch auf 22 Prozent und bleibt damit auf einem ihrer schwächsten Werte der vergangenen Jahre. Der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt inzwischen sechs Prozentpunkte.
Damit verschärft sich die politische Lage für die Bundesregierung weiter. Vor allem für Bundeskanzler Friedrich Merz sind die Zahlen ein erneuter Rückschlag. Die Stimmung innerhalb der Bevölkerung scheint zunehmend kritisch zu werden: Laut der Umfrage äußert sich eine große Mehrheit der Befragten unzufrieden mit der Arbeit des Kanzlers. Lediglich ein kleiner Teil bewertet seine Arbeit noch positiv.
Auch die übrigen Parteien können von der aktuellen Entwicklung kaum profitieren. Die SPD verharrt im Umfragetief und erreicht nur noch rund zwölf Prozent. Gemeinsam kämen Union und SPD damit derzeit auf keine parlamentarische Mehrheit mehr. Die Grünen bleiben zwar drittstärkste Kraft, verlieren aber leicht im Vergleich zur Vorwoche. Die Linke hält sich im zweistelligen Bereich, während FDP und BSW weiter unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde liegen würden.
Politische Beobachter sehen in den Zahlen vor allem ein Zeichen wachsender Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierungsarbeit. Themen wie wirtschaftliche Unsicherheit, Migration, steigende Lebenshaltungskosten und Debatten über Energie- und Sozialpolitik prägen weiterhin die öffentliche Diskussion. Besonders die AfD scheint derzeit von dieser Stimmungslage zu profitieren und erreicht in mehreren Umfragen neue Bestwerte.
Bereits wenige Tage zuvor hatte auch das Institut Insa einen neuen Höchstwert für die AfD gemeldet. Dort kam die Partei sogar auf 29 Prozent Zustimmung. Gleichzeitig verlor die Union weiter an Boden. Mehrere Meinungsforschungsinstitute beobachten aktuell ähnliche Entwicklungen, auch wenn die Werte je nach Erhebung leicht voneinander abweichen.
Die aktuellen Zahlen sorgen inzwischen auch innerhalb der Regierungsparteien für Nervosität. Vor allem die anhaltend schlechten Werte für CDU/CSU und SPD werfen Fragen über die politische Strategie der Koalition auf. Kritiker werfen der Bundesregierung mangelnde Geschlossenheit und fehlende Lösungen bei zentralen Problemen vor. Unterstützer der Regierung verweisen hingegen darauf, dass Umfragen lediglich Momentaufnahmen seien und keine direkten Rückschlüsse auf zukünftige Wahlergebnisse zulassen.
Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber auch, dass einzelne Maßnahmen der Regierung durchaus Zustimmung finden können. So sprach sich eine Mehrheit der Befragten für eine Verlängerung steuerlicher Entlastungen bei Kraftstoffen aus. Dennoch reicht dies offenbar bislang nicht aus, um die allgemeine Stimmung gegenüber der Bundesregierung deutlich zu verbessern.
Experten weisen zudem regelmäßig darauf hin, dass Wahlumfragen grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden sind. Sinkende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Arbeit der Meinungsforscher zunehmend. Trotzdem gelten die aktuellen Zahlen als deutliches Warnsignal für die Regierungsparteien – und als weiterer Beleg für die derzeitige Stärke der AfD im bundespolitischen Wettbewerb.
Quellen: Recherchen und Informationen unter anderem von Apollo News, WELT sowie aktuellen Umfragen von Forsa und Insa.