17 syrische Staatsangehörige bei Kontrolle in Marsaskala festgenommen – Behörden setzen Schwerpunkt auf illegale Migration
Erneut greift die Polizei durch: Bei gezielten Kontrollen in Marsaskala wurden 17 syrische Staatsangehörige festgenommen, die sich nach Angaben der Behörden unrechtmäßig in Malta aufgehalten haben sollen. Die Maßnahmen sind Teil einer landesweiten Offensive gegen irreguläre Migration.
7/6/20262 min read


Die maltesischen Behörden haben ihre Maßnahmen gegen irreguläre Migration weiter verschärft. Bei einer gezielten Kontrollaktion im Ort Marsaskala wurden 17 syrische Staatsangehörige festgenommen. Nach Angaben der Polizei hielten sich die betroffenen Personen ohne gültige Aufenthaltsberechtigung in Malta auf und wurden anschließend in ein Abschiebezentrum gebracht, wo nun die weiteren behördlichen Verfahren eingeleitet werden.
Die Kontrollen wurden von Beamten der Malta Police Force gemeinsam mit Mitarbeitern der Detention Services Agency durchgeführt. Ziel der Aktion war es, Personen aufzuspüren, die sich entgegen den geltenden Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Land befinden. Die Behörden betonten, dass solche Einsätze mittlerweile regelmäßig stattfinden und auch in Zukunft fortgesetzt werden sollen.
Nach den Festnahmen wurden die 17 Syrer in ein Aufnahme- beziehungsweise Abschiebezentrum gebracht. Dort werden nun ihre Identität, ihr Aufenthaltsstatus sowie mögliche aufenthaltsrechtliche Ansprüche geprüft. Erst nach Abschluss der administrativen und rechtlichen Verfahren wird entschieden, ob eine Rückführung in das Herkunftsland oder in einen anderen Staat erfolgt, in dem die Betroffenen ein Aufenthaltsrecht besitzen.
Die aktuelle Kontrollaktion reiht sich in eine Serie ähnlicher Einsätze ein, die Malta in den vergangenen Wochen durchgeführt hat. Erst kürzlich hatten Polizei und Einwanderungsbehörden bei mehreren landesweiten Kontrollen mehr als einhundert Personen festgenommen, die sich ebenfalls ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land aufgehalten haben sollen. Weitere Aktionen fanden unter anderem in Marsa, Ħamrun, Blata l-Bajda, Qormi, St. Paul's Bay und Rabat statt.
Nach Angaben der Behörden dienen diese Einsätze nicht ausschließlich der Bekämpfung irregulärer Migration. Gleichzeitig sollen auch Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsgesetze aufgedeckt sowie mögliche Fälle von Schwarzarbeit und der Ausbeutung besonders schutzbedürftiger Menschen verhindert werden. Deshalb arbeiten bei vielen Kontrollen verschiedene staatliche Stellen eng zusammen.
Die Regierung unterstreicht, dass Malta weiterhin seinen nationalen und internationalen Verpflichtungen im Bereich Migration nachkommen werde. Gleichzeitig werde jedoch konsequent gegen Verstöße gegen das Einwanderungsrecht vorgegangen. Nach Aussage der Behörden sollen sämtliche Maßnahmen unter Einhaltung der geltenden Gesetze sowie unter Wahrung der Grundrechte der betroffenen Personen erfolgen.
Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl an Kontrollen rechnen Beobachter damit, dass ähnliche Einsätze auch in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Die Behörden kündigten bereits an, weiterhin gezielt Regionen zu überprüfen, in denen der Verdacht besteht, dass sich Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus aufhalten oder illegal beschäftigt werden.
Mit der jüngsten Aktion in Marsaskala setzt Malta somit seinen derzeitigen Kurs fort, verstärkt gegen irreguläre Migration vorzugehen. Die Festnahme der 17 syrischen Staatsangehörigen ist Teil einer umfassenderen Strategie, mit der die Einhaltung der Einwanderungsgesetze kontrolliert und durchgesetzt werden soll.