17-Jähriger stirbt nach brutaler Gruppenattacke – Fünf Verdächtige nach tödlicher Prügelattacke in Haft
Ein 17-Jähriger wurde in Südfrankreich offenbar in eine Falle gelockt und von einer Gruppe Jugendlicher schwer misshandelt. Wenige Tage später starb er an seinen Verletzungen. Fünf Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.
6/25/20262 min read


Nach dem gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen in der südfranzösischen Stadt Narbonne laufen die Ermittlungen der Justiz auf Hochtouren. Der Jugendliche war nach bisherigen Erkenntnissen auf ein Baustellengelände gelockt und dort von mehreren jungen Männern brutal angegriffen worden. Wenige Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Die Tat ereignete sich bereits am vergangenen Freitagabend auf einer Baustelle am Quai d’Alsace in Narbonne. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden soll das Opfer dort von einer Gruppe Jugendlicher erwartet worden sein. Anschließend wurde der 17-Jährige massiv körperlich attackiert. Ein Arbeiter entdeckte den schwer verletzten Jugendlichen erst am nächsten Morgen auf dem Gelände und alarmierte die Rettungskräfte.
Trotz intensiver medizinischer Behandlung verschlechterte sich sein Zustand in den folgenden Tagen weiter. Am Dienstag bestätigten die französischen Behörden schließlich den Tod des Jugendlichen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die erlittenen Verletzungen unmittelbar für seinen Tod verantwortlich sind.
Im Zuge der Ermittlungen wurden fünf Tatverdächtige festgenommen. Gegen alle Beschuldigten wurde Untersuchungshaft angeordnet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befinden sich unter ihnen auch drei Minderjährige. Die Ermittler prüfen derzeit die genaue Beteiligung jedes einzelnen Verdächtigen an der Tat. Zum Zeitpunkt ihrer Vorführung vor den Ermittlungsrichtern war das Opfer noch am Leben, weshalb zunächst wegen versuchten Mordes ermittelt wurde. Nach dem Tod des Jugendlichen dürfte die juristische Einordnung des Falls nun erneut überprüft werden.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein Video, das offenbar während des Angriffs aufgenommen und anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zeigt das Material, wie mehrere Personen auf den Jugendlichen einschlagen. Die Aufnahmen werden inzwischen als wichtiges Beweismittel ausgewertet. Gleichzeitig appellieren die Behörden, das Video nicht weiter zu verbreiten, da dies sowohl die Angehörigen des Opfers als auch die laufenden Ermittlungen belasten könne.
Nach französischen Medienberichten lebte der 17-Jährige in einer Einrichtung der Jugendhilfe. Über die Hintergründe des Angriffs und mögliche Motive machen die Ermittler bislang keine näheren Angaben. Auch ist derzeit unklar, ob sich Täter und Opfer bereits kannten oder ob dem Angriff ein persönlicher Konflikt vorausging.
Die Polizei wertet derzeit umfangreiches Beweismaterial aus und befragt Zeugen. Ziel der Ermittlungen ist es, den genauen Ablauf der Tat sowie die jeweilige Rolle der einzelnen Verdächtigen lückenlos zu rekonstruieren. Weitere Festnahmen werden derzeit nicht ausgeschlossen.
Der Fall sorgt in Frankreich für großes Entsetzen und hat erneut eine Debatte über Jugendgewalt und die Verbreitung von Gewalttaten in sozialen Medien ausgelöst. Während die Ermittlungen andauern, warten die Angehörigen des Opfers auf Antworten zu den Hintergründen der tödlichen Attacke.
Die französische Justiz betont, dass für alle Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.