13-Jähriger zieht Messer auf Volksfest – Zeuge verhindert offenbar Schlimmeres
Ein Streit unter Jugendlichen eskaliert auf einem Volksfest in der Oberpfalz: Ein 13-Jähriger soll eine 20-Jährige mit einem Messer bedroht und nach ihr gestochen haben. Nur durch ihr Ausweichen und das Eingreifen eines Zeugen blieb die Frau unverletzt.
7/3/20262 min read


Ein Zwischenfall auf einem Volksfest im bayerischen Roding hat für große Bestürzung gesorgt. Nach Angaben der Polizei soll ein 13-jähriger Junge während einer Auseinandersetzung ein Messer gezogen und damit eine 20-jährige Frau angegriffen haben. Die junge Frau konnte dem Messerstich jedoch ausweichen und blieb unverletzt. Ein mutiger Zeuge griff schließlich ein und entwaffnete den Jugendlichen, bevor es zu weiteren Verletzungen kommen konnte.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte sich zunächst eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen auf dem Volksfest entwickelt. Die genauen Hintergründe des Streits sind derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die 20-jährige Frau soll versucht haben, die Situation zu beruhigen und den Konflikt zu schlichten.
Nachdem sich die beteiligten Jugendlichen zunächst entfernt hatten, schien sich die Lage vorerst wieder entspannt zu haben. Doch kurze Zeit später kam es erneut zu einer gefährlichen Situation. Nach Angaben der Ermittler kehrte der 13-Jährige zurück und konfrontierte die Frau erneut. Dabei soll er ein Messer gezogen, sie bedroht und in ihre Richtung gestochen haben.
Die 20-Jährige reagierte geistesgegenwärtig und konnte dem Angriff rechtzeitig ausweichen. Dadurch blieb sie körperlich unverletzt. Dass der Vorfall nicht deutlich schwerwiegender endete, ist nach bisherigen Erkenntnissen auch dem schnellen Eingreifen eines Zeugen zu verdanken. Dieser schritt sofort ein und konnte dem Jugendlichen das Messer abnehmen, wodurch die Gefahr beendet wurde.
Anschließend wurde die Polizei verständigt. Die Beamten trafen am Einsatzort ein, sicherten die Situation und leiteten die erforderlichen Maßnahmen ein. Da der Tatverdächtige erst 13 Jahre alt ist und somit strafrechtlich noch nicht strafmündig ist, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an seine Erziehungsberechtigten übergeben.
Darüber hinaus erhielt der Jugendliche ein Betretungsverbot für das Volksfest. Mit dieser Maßnahme soll verhindert werden, dass es während der Veranstaltung zu weiteren Zwischenfällen kommt. Ob darüber hinaus jugendhilferechtliche oder familienrechtliche Maßnahmen geprüft werden, wurde zunächst nicht bekannt.
Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls dauern derzeit an. Die Polizei versucht unter anderem zu klären, wie es zu der Eskalation kommen konnte und weshalb der Jugendliche ein Messer bei sich führte. Auch mögliche Zeugenaussagen und weitere Beweismittel werden ausgewertet.
Der Vorfall sorgt über die Region hinaus für Aufmerksamkeit. Besonders die Tatsache, dass ein erst 13-jähriger Junge in eine derart gefährliche Situation verwickelt gewesen sein soll, wirft Fragen auf. Immer wieder wird bundesweit über den Umgang mit Messern im öffentlichen Raum sowie über Gewalt unter Jugendlichen diskutiert. Der aktuelle Fall dürfte diese Debatte erneut anfachen.
Glücklicherweise blieb die 20-Jährige unverletzt. Nach Einschätzung der Ermittler hätte der Vorfall jedoch deutlich schwerwiegendere Folgen haben können, wenn sie dem Messerangriff nicht rechtzeitig ausgewichen wäre oder der Zeuge nicht so entschlossen eingegriffen hätte.
Die Polizei bittet mögliche weitere Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zum Ablauf der Auseinandersetzung machen können, sich zu melden. Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt für den 13-Jährigen die Unschuldsvermutung. Die Behörden werden nun den gesamten Ablauf rekonstruieren und prüfen, welche weiteren Schritte im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erfolgen.